„Bildung ist ein Langfristgeschäft“ – Anja Hagen über Chancengerechtigkeit und die Zukunft von EdTech


In unserer neuesten Ausgabe der Skolon EduTalks sprechen wir mit Anja Hagen – Gründerin von Online-Vertretungsstunden, Vorstandsvorsitzende des EdTech-Verband e.V. und eine prägende Stimme aus der deutschen Bildungslandschaft. Ein Gespräch über ihre persönliche Motivation, die Hürden der digitalen Transformation und warum wir das System manchmal „vom Kopf auf die Füße“ stellen müssen.
Von der Biografie zur Vision und warum Bildung Herzenssache ist
Anja Hagens Weg in den Bildungssektor war kein Zufall, sondern tief in ihrer eigenen Biografie verwurzelt. Als „katholisches Arbeitermädchen vom Land“ (Rolf Dahrendorf) weiß sie aus erster Hand, dass Bildungserfolg in Deutschland noch immer zu stark vom Elternhaus abhängt.
„Wenn das Potenzial da ist und ein Kind lernen will, dann sollte es die Chance dazu haben – egal, wo oder in welchen Verhältnissen es aufwächst“, betont sie im Interview. Dieser Hunger nach Bildung und die Überzeugung, dass wir um jeden einzelnen Schulabgänger kämpfen müssen, treiben sie seit über 25 Jahren an.
EdTech als Enabler für pädagogische Konzepte
In ihrer Rolle beim EdTech-Verband setzt sich Anja Hagen leidenschaftlich für eine Transformation ein, die über das bloße Kaufen von Hardware hinausgeht. Für sie ist klar: EdTech darf kein Selbstzweck sein.
- Pädagogik zuerst: Schulen müssen entscheiden können, welches Tool am besten zu ihrem pädagogischen Konzept passt.
- Nachhaltigkeit statt Sondertöpfe: Bildung braucht Planungssicherheit. Einjährige Budgets helfen nicht weiter; Schulen benötigen langfristige Finanzierungsmodelle wie aufgestockte Lernmittelbudgets, um digitale Transformation wirklich im Kollegium zu verankern.
- Entlastung durch Infrastruktur: Damit Lehrkräfte sich auf den Unterricht konzentrieren können, muss der Staat den Rahmen schaffen – durch zertifizierte Datenschutzstandards und einfache Beschaffungsprozesse.
Der Blick in die Zukunft: „Wir dürfen Schulen nicht überfordern“
Auf die Frage nach der Schule der Zukunft bleibt Anja Hagen realistisch. Veränderung braucht Zeit, besonders in einem so komplexen Gefüge wie dem deutschen Bildungssystem. Ihr Appell an die EdTech-Branche: Wir müssen noch besser lernen, wie das „System Schule“ funktioniert, und Lösungen anbieten, die den Alltag von Lehrkräften und Schüler:innen wirklich erleichtern, anstatt zusätzlichen Stress zu erzeugen.
Wenn Anja einen Zauberstab hätte …
würde sie das System der Mittelzuweisung ändern können, stünde die Förderung dort an erster Stelle, wo die Rahmenbedingungen am schwierigsten sind. „Die Schulen mit den größten Herausforderungen müssen die meiste Unterstützung und das meiste Geld bekommen – nicht die Gymnasien im Speckgürtel.“
Das ist Skolon: Wir vereinen die besten digitalen Schulwerkzeuge und bringen sie in Ihr Klassenzimmer.
Skolon ist eine unabhängige Plattform für digitale Lernwerkzeuge und Unterrichtsressourcen, entwickelt für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler. Mit Skolon wird der Zugriff auf digitale Tools einfach, sicher und effizient: weniger Administration, mehr Zeit fürs Lernen. Die angebotenen Werkzeuge stammen von kleinen und großen Anbietern, die eines gemeinsam haben – sie entwickeln digitale Lösungen, die den Schulalltag wirklich besser machen.
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Von der Biografie zur Vision und warum Bildung Herzenssache ist
Anja Hagens Weg in den Bildungssektor war kein Zufall, sondern tief in ihrer eigenen Biografie verwurzelt. Als „katholisches Arbeitermädchen vom Land“ (Rolf Dahrendorf) weiß sie aus erster Hand, dass Bildungserfolg in Deutschland noch immer zu stark vom Elternhaus abhängt.
„Wenn das Potenzial da ist und ein Kind lernen will, dann sollte es die Chance dazu haben – egal, wo oder in welchen Verhältnissen es aufwächst“, betont sie im Interview. Dieser Hunger nach Bildung und die Überzeugung, dass wir um jeden einzelnen Schulabgänger kämpfen müssen, treiben sie seit über 25 Jahren an.
EdTech als Enabler für pädagogische Konzepte
In ihrer Rolle beim EdTech-Verband setzt sich Anja Hagen leidenschaftlich für eine Transformation ein, die über das bloße Kaufen von Hardware hinausgeht. Für sie ist klar: EdTech darf kein Selbstzweck sein.
- Pädagogik zuerst: Schulen müssen entscheiden können, welches Tool am besten zu ihrem pädagogischen Konzept passt.
- Nachhaltigkeit statt Sondertöpfe: Bildung braucht Planungssicherheit. Einjährige Budgets helfen nicht weiter; Schulen benötigen langfristige Finanzierungsmodelle wie aufgestockte Lernmittelbudgets, um digitale Transformation wirklich im Kollegium zu verankern.
- Entlastung durch Infrastruktur: Damit Lehrkräfte sich auf den Unterricht konzentrieren können, muss der Staat den Rahmen schaffen – durch zertifizierte Datenschutzstandards und einfache Beschaffungsprozesse.
Der Blick in die Zukunft: „Wir dürfen Schulen nicht überfordern“
Auf die Frage nach der Schule der Zukunft bleibt Anja Hagen realistisch. Veränderung braucht Zeit, besonders in einem so komplexen Gefüge wie dem deutschen Bildungssystem. Ihr Appell an die EdTech-Branche: Wir müssen noch besser lernen, wie das „System Schule“ funktioniert, und Lösungen anbieten, die den Alltag von Lehrkräften und Schüler:innen wirklich erleichtern, anstatt zusätzlichen Stress zu erzeugen.
Wenn Anja einen Zauberstab hätte …
würde sie das System der Mittelzuweisung ändern können, stünde die Förderung dort an erster Stelle, wo die Rahmenbedingungen am schwierigsten sind. „Die Schulen mit den größten Herausforderungen müssen die meiste Unterstützung und das meiste Geld bekommen – nicht die Gymnasien im Speckgürtel.“
Das ist Skolon: Wir vereinen die besten digitalen Schulwerkzeuge und bringen sie in Ihr Klassenzimmer.
Skolon ist eine unabhängige Plattform für digitale Lernwerkzeuge und Unterrichtsressourcen, entwickelt für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler. Mit Skolon wird der Zugriff auf digitale Tools einfach, sicher und effizient: weniger Administration, mehr Zeit fürs Lernen. Die angebotenen Werkzeuge stammen von kleinen und großen Anbietern, die eines gemeinsam haben – sie entwickeln digitale Lösungen, die den Schulalltag wirklich besser machen.
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